Immer mehr Unternehmen streben die Klimaneutralität an. Vielleicht auch Ihr Unternehmen? Wenn ein Unternehmen klimaneutral ist, trägt es nicht zum Klimawandel bei. Die Menge an Treibhausgasen, die das Unternehmen ausstößt, wird auch der Luft entzogen. Aber warum ist es wichtig, dass dies geschieht, und was genau kann Ihr Unternehmen damit anfangen?
Die Bedeutung der Klimaneutralität
Das Klimaabkommen besagt, dass die globale Erwärmung deutlich unter der 2°C-Grenze bleiben muss, mit einem Ziel von 1,5°C. Die Überschreitung dieser Grenze wird katastrophale Folgen für das Klima und damit für die Umwelt haben. Das Hauptziel besteht darin, die CO2-Emissionen bis 2030 um 49% im Vergleich zu 1990 zu senken. Die Unternehmen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Der Anteil der Unternehmen an den Treibhausgasemissionen ist um ein Vielfaches größer als z. B. der der Haushalte.
Die Schritte zu einem klimaneutralen Unternehmen
Klimaneutralität ist zwar eine Herausforderung für Unternehmen, aber ein erreichbares Ziel. Dabei ist es wichtig, proaktive Maßnahmen zu ergreifen, um die Treibhausgase auf Null zu reduzieren. Wir haben die wichtigsten Schritte für einen erfolgreichen Weg zur Klimaneutralität aufgelistet:
- Berechnen Sie den Fußabdruck des UnternehmensZuallererst ist es wichtig zu wissen, woher die Umweltauswirkungen Ihres Unternehmens kommen. Eine Fußabdruckberechnung gibt Ihnen diesen Einblick. Hinweis: Erfassen Sie dabei sowohl direkte als auch indirekte Emissionen. Lesen Sie hier mehr über die verschiedenen Bereiche eines Kohlenstoff-Fußabdrucks.
- Reduzierung der Umweltauswirkungen: Wenn klar ist, woher die direkten und indirekten Umweltauswirkungen kommen, kann man sie gezielt verringern. Zum Beispiel, indem man den Verkehr nachhaltiger gestaltet, erneuerbare Energiequellen nutzt oder Prozesse optimiert. Um Klimaneutralität zu erreichen, ist auch die Reduzierung der indirekten Emissionen (Scope 3) wichtig. Außerdem ist es wichtig, die Umweltauswirkungen ständig zu überwachen und zu verbessern. Der klimaneutrale Betrieb ist ein kontinuierlicher Prozess. Innovation und Nachhaltigkeit sind dabei untrennbar miteinander verbunden.
- Nachhaltigkeitsberichte: Halten Sie die Planung und den Fortschritt Ihrer ‘Reise’ zur Klimaneutralität in einem Bericht fest. Immer mehr Unternehmen sind direkt oder indirekt mit der Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung konfrontiert, wie z.B. die CSRD. Diese EU-Richtlinie sieht vor, dass Unternehmen in der Europäischen Union ökologische, soziale und behördliche Risiken ermitteln und den Stakeholdern Informationen zur Nachhaltigkeit zur Verfügung stellen.
Die European Sustainability Reporting Standards (ESRS) legen die Standards für die Berichterstattung fest. Die Nachhaltigkeitsberichterstattung zeigt, dass Sie in Bezug auf Ihre Klimaneutralität transparent sind und Ihre Behauptungen belegen können. Dies ist entscheidend, um den Vorwurf des ‘Greenwashings’ zu vermeiden. - Kompensation von RestemissionenDie Emissionen, die nach den Nachhaltigkeitsmaßnahmen verbleiben, sind in der Regel schwer zu reduzieren. Ein Ausgleich dieser Emissionen ist möglich durch die Entfernung von Treibhausgasen aus der Atmosphäre, durch das Pflanzen von Bäumen oder durch die Abscheidung von CO2 und dessen Speicherung im Boden. In diesem Fall ist es ratsam, ein zertifiziertes Kohlenstoffentfernungsprojekt zu wählen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Treibhausgase tatsächlich aus der Atmosphäre entfernt werden.
Klimaneutrales Wirtschaften: Was nun?
Mit einem klimaneutralen Unternehmen tragen Sie nicht nur zur Verringerung der globalen Erwärmung bei. Sie reagieren auch auf die Erwartungen Ihrer Kunden und Investoren. Ein klimaneutraler Betrieb kann zu einer positiven Wahrnehmung bei den Kunden führen, was wiederum Ihren Ruf verbessert, und Untersuchungen zeigen, dass dies die Kundentreue erhöht.
Aber passen Sie gut auf. Stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Nachhaltigkeitsbemühungen gut kommunizieren. Seien Sie dabei nicht zu allgemein oder vage. Eine gute Begründung für Ihre Klimaneutralität ist entscheidend. So verhindern Sie Greenwashing und zeigen, dass Sie Nachhaltigkeit ernst nehmen.